Strandführer

 

Vila Real de Santo António
Einer der weitesten Strände der Algarve, und auch noch der mit dem wärmsten Wasser. Zu verdanken ist das auch dem Rio Guadinan, der hier in den Atlantik mündet. Der Strand ist nur von der Mole aus oder durchs rückwärtige Watt erreichbar – weite Wanderungen bis Monte Gordo sind möglich. Sandbänke sorgen für einen niedrigen Wasserpegel.

Monte Gordo
Einen fetten Berg gibt es hier nicht, dafür Strand und Badeservice en masse. Die Touristen-Information steht gleich am Strand, daneben Strände mit Tüchern, Schmuck un Bade-Utensilien sowie zahlreiche Cafés. Der Strand ist teilweise bewacht und recht voll. Viele Spanier nutzen die Nähe zu Portugal´s Stränden. Kaum Boote, flaches warmes Wasser und kaum jemand, der mal mehr als fünf Meter hinaus schwimmen mag.

Manta Rota
Hier beginnt die Ria Formosa. Eine Landzunge führt von diesem Ort gegen Westen ins Meer. Während am Strand vor Manta Rota die Sonnenhungrigen noch eng an eng liegen, wird’s auf der Landzunge nach Westen hin immer einsamer. Der Sand ist weiss und der Strand weitläufig. In Manta Rota wachen – zwischen Liegen und Schirmen – nicht nur Rettungsschwimmer über Meer und Badende. Auch die Brigada Fiscal, die Steuerfahnder, hat in der Barake einer ehemalige Strandbar Quartier bezogen. Fliegende Händler, oft ohne Lizenz, bieten frischen Kuchen.

Cacela Velha
Liegt nicht am offenen Meer. Doch lässt sich vor dem nur einen Kilometer westlich gelegenen „Fábrica“ gut baden: zwischen Fischerbooten im badewannenwarmen Bodden der Ria Formosa. Algenfrei und klar ist das Wasser hier allerdings nicht.

Santa Luzia
Ist eine kleine Strandgemeinde vor den Toren von Tavira. Vom Kreisverkehr am Lidl im Westen Taviras führt eine Strasse zu grellbunten Häusern. Augen zu und durch zum Porto. Baden ist hier kaum möglich. Deren Strände sind in der Regel nicht bewacht. Wer Ruhe auf weissem Sand und ausdehnte Wanderungen durch Dünenlandschaften sucht, ist hier richtig.

Olhão
Ausgangsort zu den wohl schönsten Flach-Stränden der Südküste. Vom Hafen des kleinen Ortes fahren Fährboote zu den Inseln Culatra und Farol. Wer Portugiesich spricht, kann auch die Insel-Pendler um eine „Boleia“ bitten. Die Strände an den Inseln sind sehr ruhig, eher was für Puristen. Auf der Südseite lädt das offene Meer ein, auf der Nordseite der Inseln der hier recht saubere Boden der naturgeschützten Ria Formosa. Auf den Inseln sind private Autos nicht zugelassen, Service und Gastronomie gibt es kaum.

Ilha de Faro
Die Insel gegenüber vom Flughafen ist mit dem Festland über einen schmalen Damm verbunden und einfach zu erreichen.
Einige baden auch auf der Boddenseite der Insel. Das Wasser ist hier warm, flach und riecht leicht abgestanden.

Vilamoura
Berühmtist die Praia da Falésia. Sie ist weitläufig, weiss, sehr sauber, teilweise bewacht und bietet Sonnenliegen und Schirme. Die Strandbuden bieten viele verschiedene Snacks, sind aber teuer.
Am Strand, wenige Meter abseits der Zuwege, üben Paraglider und zappeln Drachen in luftigen Höhen.

Quarteira
Der Strand ist schmal, liegt direkt an der Strasse, eingerahmt von Fischhallen. Dementsprechend riecht es an den Stellen auch, die dem Stadtzentrum am nächsten liegen. Alle paar Meter führen lange Molen ins Meer, was für ruhiges Badewasser sorgt aber auch eine Gefahr bringt. Einige Steine haben scharfe Kanten. Im bewachten Teil gibt es Sonnenschirme. Die Sonnenbadenden liegen so dicht beieinander, wie an sonst keinem Strand. Im unbewachten Teil haben sich Hand-und Volleyballer Platz für ein Spielfeld ergattert.

Albufeira
Von der Küstenstrasse gegen Westen, an der künftigen Marina vorbei, gehen immer wieder Zufahrten zu Buchten und Stränden ab. São Rafael ist eine davon. Durch das gleichnamige Wohnresort hindurch führt ein schmaler Weg und mündet in einen Parkplatz. Von hier geht es zu Fuss zur Strandbucht. Umgeben von Restaurants und Steilklippen besteht hier eine reichliche Auswahl an Schattenplätzen.

Praia Grande
Die Ostverlängerung des Strandes von Armação de Pera führt zur Praia Grande. Am Fusse der Dünen liegt ein wilder Parkplatz, von dem eine lange Brücke aus Holzbohlen zum Strand führt. Die Dünen sind schön, sauber und breit – schon ihr Anblick lohnt den Weg hierher. Der Strand bietet reichlich Platz sowie Sonnenliegen, Schirme und einen Rettungsservice.

Armação de Pera
Ist die Stadt mit dem weitesten Strand direkt vor der Haustür. In unmittelbarer Nähe des modernen Ortes ist der Strand recht voll, bietet dafür aber allen Strandkomfort. Wer an den Fischerbooten im Osten vorbeiläuft, erreicht ruhigere Gefilde. Von Osten gesehen ist er der letzte weite Strand am offenen Meer bis Lagos.

Praia da Senhora da Rocha
Kleine Bucht westlich von Armação de Pêra, nahe dem Hotel Vicking. Eine Stichstrasse führt bis in die enge Bucht, an deren Klippen noch Fischerhütten und bunte Fischerboote stehen.
Die Bucht ist klein und eng, parken eher Glücksache. Seitliche Klippen spenden Schatten am Strand und Schutz im Wasser.

Benagil
Berühmt für seine eigentümliche, u-förmige steile Strasse. Der Strand ist schmal, wird hauptsächlich von Briten und Holländern besucht.
Leider bietet das Strandcafé nur wenig Auswahl. Baden, lesen, sonnen und faulenzen... give life a chance.

„Crêpes-Strand“
erreicht man, wenn man in Höhe der internationalen Schule meerwärts abbiegt und immer geradeaus fährt, auch wenn die Haupstrasse nach Benagil nach rechts abzweigt. Ab dort ist der schmale Weg neuerdings asfaltiert und endet am Parkplatz an der Praia. Da gibt es eine kleine Holzbude, wo Getränke und Crêpes verkauft werden, nicht gerade billig, sowie einige Picknick-Holzbänke auf der Steilklippe. Die Bucht ist durch Felsen zweigeteilt, teils schattig und selten voll. Durch eine Höhle auf der Westseite können Mutige bei Ebbe zu einer weiteren Bucht gelangen. Vorsicht ist geboten wer bei Flut wird den Rückweg antritt.
Nicht weit ist die grosse, bewachte und bewirtschaftete Praia da Marina sowie weitere Buchten bis hin nach Carvoeiro.

Praia Grande
Toller Strand bei Ferragudo. Das Wasser ist ruhig und nicht so salzig, da der bewachte und erst vor zwei Monaten vergrösserte Strand mehr am Rio Arade liegt als am Meer. Viele Portugiesen und Wassersportler wissen dies zu schätzen. Mehrere nette Strandbars bieten Snacks, Menüs und Erfrischung.

Praia do Vau
Relativ grosser Strand mit mehreren Restaurants und Snackbars. In der Hochsaison, insbesondere an Wochenenden und Feiertagen, wird es allerdings sehr schwierig sein, direkt am Strand Parkplätze zu ergattern. Auch an diesem gut bewachten Strand können Sonnenliegen und Schirme gemietet werden. Von den als gefährlich gekennzeichneten Sandsteinfelsen sollte man Abstand halten.


Praia dos Três Irmãos
Bedeutet auf deutsch "Strand der drei Brüder". Dieser Strand ist aber so gross, dass sich auf ihm dreissigtausend Brüder bewegen könnten, ohne sich auf die Füsse treten zu müssen. Er erstreckt sich über mehrere Kilometer von der Tourismusanlage Prainha bis hin zur Mündung des Rio de Alvor. Am östlichen Ende finden sich mehrere Strandrestaurants, die mit leckeren Fischgerichten locken. Dieser Abschnitt ist bequem mit dem Auto zu erreichen und es sind genügend Parkmöglichkeiten vorhanden. Hinter dem Sandgürtel erstrecken sich weite Dünenfelder; das gesamte Gebiet ist nur dünn besiedelt. Das Westende ist nur zu Fuss zu erreichen und entsprechend menschenleer, aber auch unbewacht. Da der Strand nicht von Falésias (Steilküste) geschützt wird, ist es oft sehr windig. Das Wasser ist schon am Anfang verhältnismässig tief, und die Strömung ist an manchen Tagen sehr stark.

Praia da Batata
Dieser „Kartoffelstrand“ am Fort von Lagos ist durch seine losen, kartoffelförmigen Felsformationen gekennzeichnet. Vielleicht hat er daher seinen Namen. Sein Vorteil ist, dass er am Fusse der Innenstadt liegt und zu Fuss leicht zu erreichen ist. Sein Nachteil, dass Autofahrern nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Das Wasser ist seicht und klar, leider unbewacht. Auch gibt es direkt am Strand keine Gastronomie.

Praia dos Estudantes
Der "Strand der Schüler" hat seinen Namen wohl den Schülern oder Studenten zu verdanken, die ihn bevorzugt haben mögen, als er seinen Namen bekam. Tatsächlich trifft man hier vor allem mitteleuropäisches Publikum in jüngerem und mittlerem Alter an. Er liegt direkt neben der Praia da Batata. Über dunkle Gänge in den Felsen kann man zu den benachbarten Strandstücken gelangen. Von der Haupstrasse führt eine lange schmale Treppe zur Praia dos Estudantes hinab.

Praia do Pinhão
Ein Geheimtipp für Leute, die leere Strände lieben, ist sicherlich die Praia do Pinhão. Das türkis-blaue Wasser ist wunderbar klar. Beim Baden stören die Felsbrocken am Grund; die andererseits für Schnorcheltaucher eine bunte Unterwasserwelt zu bieten haben. Der Zugang ist nur über eine steile Treppe möglich. Parkmöglichkeiten gibt es nur am Rand der schmalen Zufahrtsstrasse.

Praia do Martinhal
Hinter diesem Strand soll eine neue Siedlung entstehen. Bis jetzt besteht ein grösseres Strassennetz mit der nötigen Infrastruktur. Vereinzelt stehen auch einige Villen und grössere Häuser. Abends streift manchmal der Ziegenhirt mit seiner Herde und seinen Hüterhunden, alle reinrassige Mischlinge, durch das Gestrüpp an den Dünen. Der Strand ist sehr gut gepflegt; der Sand wird täglich mit Hilfe eines grossen Traktors durch gesiebt. Von einem Hochsitz aus überblickt ein Rettungsschwimmer das Areal. Da die Windverhältnisse sehr günstig sind, eignet sich die Bucht von Sagres besonders zum Windsurfen. Direkt an der Praia do Martinhal befindet sich ein Windsurfzentrum. Mit dem Auto kann man bis vor das Strandrestaurant fahren, dessen feine Speisen in windgeschützten Räumen serviert werden.

Praia do Tonel
Die Praia do Tonel liegt rechts unterhalb des Forts von Sagres. Wer weiss – vielleicht ist an dieser Stelle, wo das Land endet und das meer beginnt, einst Heinrich, der Seefahrer nervös hin und her gelaufen und hat seine Visionen von der nautischen Eroberung der Weltmeere gesponnen. Der Strand ist im rechten Teil sehr steinig und barfuss schwer zu begehen. Links ertreckt sich eine breiteres Sandfeld. Zum Schwimmen eignet sich das Wasser nicht besonders, da Steine am Grund den Einstieg behindern. Der nach Westen ausgerichtete Strand ist bis kurz vor Sonnenuntergang sonnig warm.

 

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